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Lebensmittel, Knollen und Kräuter aus Perú
#1
Perú ist reich an natürlichen nahrhaften und interessanten Lebensmitteln, die natürlich für uns Europäer sehr exotisch sind. Einige davon finden jedoch auch ihren Weg zu uns, sogar im Falle von Maca in Pulver- oder Kapselform, erhältlich in Reformhäusern oder ganz einfach auch übers Internet.

Einige Produkte aus Perú wurden erst vor kurzer Zeit in die allgemeine Nahrungsliste aufgenommen, denn handelte es sich dabei um Nahrung fürs gemeine und arme Volk und war daher verpönt (Beispiel: Quinoa).

Inzwischen soll Quinoa sogar den Welthunger beseitigen. Dieses und weitere Produkte  werden nun massenweise aus Perú exportiert. Leider scheint das auch die Grundnahrungsmittel im Lande zu verteuern, wovon wieder einmal die ärmere Bevölkerung betroffen wird.
 

Legen wir im Augenblick einmal die sozial, ökonomischen Diskussionen zur Seite und erzählen etwas über die Nahrungsmittel aus Perú:

[Bild: cañihua.jpg]
Cañihua (Chenopodium pallidicaule)


Ein Verwandter von Quinoa. Sieht aus wie Getreide ist aber eigentlich eine Grassorte. Die Blätter der Pflanze werden oft an Tiere verfüttert, können aber auch ähnlich wie Spinat zubereitet werden. Cañihua besitzt keine Saponine (giftig, aber geeignet zum Waschen wie Hände oder Wäsche) wie Quinoa, hat viel Proteine, Vitamin E und B, Calcium, Magnesium, Phosphor, Magnesium. Es ist einfach zu verdauen und glutenfrei.



[Bild: kiwicha.jpg]
Kiwicha (Amaranth)


Auch eine Grasart mit viel Protein und glutenfrei. Amaranth ist ja auch bei uns sehr bekannt und beliebt. Es ist voller Aminosäuren, Vitamin A, B6, K und C und den Mineralstoffen Eisen, Kupfer, Magnesium, Phosphat, Calcium. Es wächst, wie Quinoa und Cañihua in den Hochebenen der Anden. Ich mische es immer unter meine Haferflocken, die ich zum Frühstück mir zubereite. Das Gemisch gibt es auch bereits fertig zu kaufen:: Avena con Kiwicha. Ist aber billiger, wenn man es als Einzelprodukt auf einem Markt kauft.


[Bild: quinua.jpg]
Quinua


Kinwa (aus der Qechua Sprache) ist eine Grassorte, die in ihrem Samenmantel Saponine besitzt, die leicht giftig sind. Das im Handel zu erwerbende Quinoa ist daher in den meisten Fällen vorbehandelt. Für die Pflanze haben die bitter schmeckenden Saponine den Vorteil, dass sie nicht sehr beliebt bei Vögeln ist und Menschen nutzen sie als Waschmittel. Quinoa ist u.a. reich an Eisen, Vitamin B6, Magnesium, Kalium, Phosphor und schmeckt einfach lecker. Es erlebt in der modernen westlich orientierten (also sehr Weizen lastig ) Küche eine Wiederentdeckung. Da die andine indigene Bevölkerung sich davon ernährt, galt es als armes Leute Essen und der Weizen symbolisierte Fortschritt und Wohlstand.


[Bild: mashua.jpg]
Mashua


Hat man mal keine Lust auf Sex, dann ist diese Pflanze genau die Richtige. Erzählungen zu Folge, wurden damit die Inca Soldaten gefüttert, damit sie nicht an ihre Frauen denken (!). Bei der Mashua handelt es sich um eine Knolle. Roh gegessen soll sie pfeffrig im Geschmack sein, der beim Kochen vergeht. Man sagt, sie sei auch wirksam für Entzundungen der Prostata und Magen / Darm Krebs. Sie ist reich an Protein und Vitamin C und wird gegessen wie auch getrunken.
Manchmal geht eben Gesundheit nur durch den Magen und andere Körperteile dürfen sich dann mal ausruhen.


[Bild: maca.jpg]
Macawurzel

Die Maca ist eine Wurzel. Ihr Vorkommen ist hauptsächlich in der Gegend von Junín, wo auch der gleichnamige See liegt. Dort wird die Maca frisch in einem Erdloch geröstet und als Delikatesse gegessen. Ansonsten kommt sie meistens als Pulver in die Geschäfte oder die Knolle wird gekocht in allerlei Gerichten verwendet. Ihr Verzehr, egal ob als Pulver oder gekocht, soll energetisierende Wirkung haben und gute Laune hervorrufen. Manchen Berichten zufolge hat sie genau den gegenteiligen Effekt von Mashua.

Lepidium peruvianum

Die gesamte Pflanze schmeckt nach Kresse. Die Wurzel enthält nahezu alle Vitamine, viel Eisen, Magnesium und Kalzium. Sie fördert den Muskelaufbau und steigert nachweislich die Fertilität. In Pulverform wird die Wurzel vermehrt als ‚Doping-Ersatz der Natur’ und ‚Viagra der Natur’ – weil ohne Nebenwirkungen - verkauft.

die kleine Knolle mit großer Wirkung

Maca (Lepidium meyenni walp) ist eine kleine Wurzelknolle, die in den peruanischen Anden wächst. Entfernt verwandt ist diese Pflanze mit dem bei uns beheimateten Sellerie.

In den wilden Hochebenen der Anden, einer lebensfeindlichen und schroffen Gegend, die extremen klimatischen Bedingungen ausgesetzt sind, wächst Maca schon seit Urzeiten. Sie zählt noch heute in dieser armen Gebirgsregion zu einer bedeutenden Einnahmequelle und einem wertvollen Lebensmittel.

Bereits im 16. Jahrhundert transportierten die spanischen Eroberer die Wurzel mit Schiffen nach Europa. Maca galt für die damaligen Kolonialherren also so wertvoll, dass sie diese als reguläres Zahlungsmittel anerkannten.

Das Institut "Universidad National Agraria La Molina" in Peru bestätigt, dass Maca ein wichtiges Lebensmittel in Perú darstellt, das bis zu 12% Eiweiß und große Mengen an Calcium, Zink und Phosphor enthält. Ohne irgendwelche Einschränkungen, heißt es weiter, kann Maca in beliebigen Mengen verzehrt werden. Die Vitalstoffe der Macapflanze bleiben, so die besondere Eingenart dieser Knolle, auch nach jahrelanger Lagerung fast vollständig erhalten.

Maca ist aufgrund seiner wohltuenden Wirkung bei gestressten Menschen und auch bei Sportlern hochbeliebt. Unser Macapulver stammt aus der Andenregion Perus, wo es von unserem Lieferanten ohne Pestizide oder sonstigen Düngemitteln angebaut wird. Vom Gesundheitsministerium ist unserem Lieferanten ein Zeugnis ausgestellt, das die sorgfältige Einhaltung aller Vorschriften im Umgang mit Lebensmitteln bestätigt.

Maca, die peruanische Knolle, wird auch immer mehr als die natürliche Alternative zu schädlichen Dopingmitteln gehandelt. Und nicht nur Bodybuilder freuen sich, denn die Knolle soll nicht nur Muskeln wachsen lassen, sondern auch die Potenz.

Die Knolle enthält hochkonzentrierte und reine Proteine, alle essentiellen Aminosäuren, Eisen, Zink, Magnesium, Kalzium, Kohlenhydrate, Phosphor, Stärkestoffe, wichtige Mineralstoffe, nahezu alle Vitamine und schließlich hormonähnliche Substanzen.

Erhöhte Testosteron-Produktion

Und gerade für ambitionierte Kraftsportler erfreulich: der Körper reagiert auf die Einnahme der Substanz mit einer erhöhten Testosteron-Produktion. Dieser Effekt ist besonders relevant für Sportler, die Muskeln aufbauen wollen, denn bei andauernden Belastungen geht die natürliche Produktion des für den Muskelaufbau unerlässlichen Hormons zurück.

Aus diesem Grund wird Maca von vielen Bodybuildern und besonders von der Nahrungsergänzungsmittel-Industrie als natürliche Alternative zu schädlichen Dopingmitteln gepriesen. Verschiedene Hersteller geben an, dass als Ergebnis eigens in Auftrag gegebener Versuchsreihen bei über 90% aller Sportler deutlich messbare Erfolge erzielt wurden. Unabhängige medizinische Studien zur Wirksamkeit der Andenknolle als Muskelaufbaupräparat scheint es noch nicht zu geben.

Verbesserter Blutkreislauf

Desweiteren soll Maca für einen deutlich verbesserten Blutkreislauf sorgen - dabei soll sogar gleichzeitig der Blutdruck deutlich gesenkt werden. Sauerstoff und Nährstoffe werden besser zu den Muskeln transportiert. Durch den Pumpeffekt wiederum sollen Trainingsleistung und Muskelwachstum steigen.

Besserer Sex dank Maca (?)

Der peruanische Wissenschaftler Gustavo Gonzales gab zwölf Männern zwischen 20 und 40 Jahren drei Monate lang Maca und untersuchte danach ihre Fertilität. Schon nach zwei Wochen konnte er eine durchschnittliche Verdopplung der Spermienzahl feststellen. Gleichzeitig wurden mehr männliche Hormone gebildet und die Probanden beschwörten, dass ihr sexuelles Verlangen deutlich zugenommen hätte.

Ein chinesischer Wissenschaftler namens Qun Yi Zhengs veröffentlichte in der Zeitschrift "Urology" Forschungsergebnisse, nach denen Testmäuse je nach dargereichter Menge Maca zu 13 bis 67 Orgasmen in drei Stunden fähig waren. Da lohnt sich doch ein Selbstversuch.

Der Neurologe Fernando Cabieses, der ebenfalls die potenzfördernde Wirkung von Maca untersuchte, stellte fest, dass die Pflanze nicht nur die Erektionsfähigkeit steigert, sondern langfristig auch den allgemeinem Antrieb, sich sexuell zu betätigen - ganz ohne bekannte Nebenwirkungen.



[Bild: olluco.jpg]
Ulloco oder Olluco


Diese Knolle ist die Grundlage vieler verschiedener peruanischer Gerichte. Die Blätter der Pflanze können auch in einem Salat gegessen oder wie Spinat gekocht werden. Sie kommt in den Hochebenen der Anden vor und jedes Jahr am 5. Oktober feiern verschiedene Anden Dörfer den Tag der Olluco mit berühmten Olluco Gerichten, wie z.B. llingli. In diesem Gericht werden Ollucos verwendet, die nach einer uralten traditionellen Art gefriergetrocknet werden. Man sollte sie allerdings nicht wie die Kartoffel braten, da sie einen sehr hohen Wassergehalt hat.

Die Blätter und jungen Zweige der Oca können ebenfalls im Salat oder gekocht gegessen werden. In Mexico werden die Oca Knollen roh mit Salz, Zitrone und Chili verzehrt. Die traditionelle saure Zubereitung der Oca, Khaya genannt, enthällt viel Oxalsäure, die gut für die Knochen ist. Die Knollen werden dafür lange in Wasser eingelegt, dann in der Tageshitze und in der Nachtkälte draussen gelagert bis sie komplett dehydriert sind. Hört sich nicht so lecker an, ist es aber. Ich kenne diese Variante bei den traditionell getrockneten Kartoffeln. Weicht man diese ein und kocht sie, schmecken sie ähnlich wie Bratkartoffeln, sehr kräftig im Geschmack. Eine andere Zubereitungsvariante ist die süße Oca. Die Knolle wird der Sonne ausgesetzt und erhält dadurch einen süßen Geschmack und der Gehalt der Oxalsäure verringert sich.


[Bild: yacon.jpg]
Yacón (Polymnia sonchifolia)


Die großen, bis 2kg schweren Speicherknollen werden normalerweise geschält und roh gegessen. Der Geschmack ist lecker, sehr süß, knackig und saftig - fast wie Obst. Die Knollen können ebenso gut gekocht oder gebraten werden.

Die pfeilförmigen Blätter enthalten viel Protein, weshalb sie natürlich auch in der peruanischen Küche verwendet werden. Man kann die Pflanze mehrmals beschneiden, die Blätter wachsen rasch wieder nach.

Der Anbau ist denkbar einfach: ab Mitte Mai in den Garten oder einen großen Kübel auspflanzen und im Herbst ausgraben. Die großen Knollen ernten. Die direkt an der Basis der Pflanze befindlichen kleinen Knollen in Sand einschlagen und kühl und relativ trocken überwintern (wie Dahlien). Sie werden im nächsten Jahr zur Vermehrung verwendet.

Auch für Diabetiker geeignet, denn die Kohlenhydrate werden in Form von Inulin gespeichert.Yuca (auch Cassava oder Manioc genannt
)

Syn. Smallanthus s. Andines Wurzelgemüse mit Weichen, großen, pfeilförmigen Blättern. Sehr dekorativ. Nach dem ersten Frost wird geerntet. Die dahlienähnlichen, sehr frostempfindlichen Wurzeln sind sehr brüchig und müssen vorsichtig mit Grabgabel oder Spaten geerntet werden. Nur vegetative Vermehrung möglich Die kleinen Sprossen am Wurzelstock werden frostfrei in einem Keller überwintert. Anfang April werden sie vom Wurzelstock geschnitten und in Töpfen vorkultiviert. Die großen Wurzeln werden vielfältig zu Speisezwecken genutzt. Nach längerer Lagerung oder Lichtexposition werden die Wurzeln sehr aromatisch-süß; eignen sich hervorragend fürs Kochen, Saft herstellen oder Dörren. Die Pflanzen werden zwischen 1 und 2m hoch. Pflanzabstand: 90 x 90 cm; Dammkultur ist vorteilhaft. Ausreichend bewässern! Blüht nur im Kurztag.


[Bild: yuca.jpg]
Yuca (auch Cassava oder Manioc genannt)


Nicht zu verwechseln mit der Zimmerpflanze Yucca oder Yam. Die Yuca enthält Zyancali (Blausäure) und sollte nicht in rohem Zustand gegessen werden. Beim Kochen dampfen die Gifte aus. Yuca kommt gekocht als Beilage zu Ceviche oder in Suppen oder auch fritiert (lecker!!!). Traditionell wird die Yuca geschält, geraspelt und mehrere Tage eingeweicht. Dann gepresst und geröstet. Das Wasser mit dem Nebenprodukt der Pressung (Stärke) wird Tapioka genannt. Das übrig gebliebene Mehl wird vielseitig verarbeitet. Die Wurzel enthält wenig Protein aber viele Kohlehydrate. Die Blätter sind ebenfalls essbar.


[Bild: uña-de-gato.jpg]
Uña de Gato (
Uncaria tomentosa)

Die Uncaria tomentosa ist eine im tropischen Amazonasgebiet angesiedelte Vertreterin der Gattung Uncaria. Sie ist im gesamten süd- und zentralamerikanischen Amazonasraum zu finden, von Bolivien über Peru bis nach Honduras und Belize. Die Kletterpflanze wächst bevorzugt im feuchten und schattigen Regenwald. Unter guten Bedingungen kann sie eine beträchtliche Größe erlangen. Abhängig von ihrem Trägerbaum kann sie eine Stammlänge von bis zu 100 Meter, eine Höhe von 30 Metern und einen Stammdurchmesser von 25 cm erreichen. Sie lässt sich jedoch kaum kultivieren, ein Anbau in großer Form führt zu einer kleinwüchsigen, unförmiger Ausbildung der Pflanze.

Umgangssprachlich wird die Uncaria tomentosa weitläufig Una de Gato, zu Deutsch Katzenkralle, genannt. Diesen Namen verdankt sie ihren charakteristischen Dornen. Der Name „Katzenkralle“ bezeichnet allerdings mindestens 18 weitere Pflanzen. Im Zusammenhang mit der Uncaria tomentosa ist vor allem eine Pflanze von Bedeutung, die Uncaria guianensis. Diese ist der Uncaria tomentosa sowohl in Aussehen als auch in Habitus zum Verwechseln ähnlich, unterscheidet sich jedoch in den Inhaltsstoffen. Nur ein geübtes Auge kann die beiden Pflanzen auseinander halten.

Die Uncaria tomentosa enthält bis zu 2% sogenannter Oxindolalkaloide (Huber 2004), die für Forschung und Pharmazie von großem Interesse sind. Sie kommen in der Pflanze in zwei Formen vor:
  • pentazyklische Oxindolalkaloide (POA): wirkt stärkend und regulierend auf das körpereigene Immunsystem des Menschen
  • tetrazyklische Oxindolalkaloide (TOA): wirkt senkend auf Blutgerinnung und Schlagfrequenz des Herzens

In ihrem natürlichen Wachstum bildet die Uncaria tomentosa zwei verschiedene Chemotypen aus, d.h. es existieren zwei Formen der Pflanze, die sich den Anteilen ihrer Inhaltstoffe unterscheiden. Einer dieser Chemotypen enthält vorwiegend TOA, der andere POA. Dies ist entscheidend für die pharmazeutische Forschung und Nutzung, da die Anwesenheit von TOA der Wirkung des POA hemmend, eventuell sogar verhindernd entgegensteht.

Die Katzenkralle wird von den indigenen Völkern des Amazonasraumes seit mehr als 2000 Jahren als Heilpflanze genutzt. Heiler der Aguarana-, Cashibo-, Conibo-, Shipiro- und vieler weiterer Stämme geben ihr Wissen um die Fähigkeiten der Pflanze über Generationen weiter. Sie sind in der Lage ohne chemisch-analytischen Werkzeug jene Pflanzen zu erkennen, die dem pentazyklischen und damit immunstärkenden Chemotypen angehören (Huber 2004). Die engste Verbindung zur Katzenkralle wird bei dem Volk der Ashaninka gesehen, ihnen wird die längste Erfahrung in der Nutzung der Pflanze nachgewiesen. Sie verwenden die Katzenkralle auf sehr vielfältige Art und Weise: bei Infekten, Tumoren, Gastritis, Darmbeschwerden und Arthritis, aber auch als langzeitiges Verhütungsmittel für Frauen. Hierzu kochen sie einen hochkonzentrierten Sud aus der Wurzel der Pflanze und nehmen diesen über mehrere Monate während ihrer Periode ein. Eine korrekte Einnahme soll sie so für etwa drei bis vier Jahre unfruchtbar machen (Health Project Ltd.).


In Europa war die Katzenkralle bis in die 70er Jahre des letzten Jahrhunderts unbekannt. Der Österreicher Klaus Keplinger begegnete ihr auf einer Reise in Peru bei dem Volk der Ashaninka und brachte sie daraufhin mit nach Europa. In der westlichen Medizin wird die Uncaria tomentosa derzeit bei der Behandlung von Erkrankungen genutzt, die mit Störungen des Immunsystems zusammenhängen. Hierzu zählen unter anderem rheumatische Erkrankungen, virale und bakterielle Infektionen, sowie allergische Erkrankungen. Das Unternehmen des „Katzenkrallen-Entdeckers“ Keplinger, IMMODAL Pharmaka GmbH verwendet die Uncaria tomentosa zur Produktion von Arzneimittel für die Behandlung von rheumatoider Arthritis.


Das Potential der Uncaria tomentosa scheint sehr groß. Es wurden Versuchsreihen mit Turmorerkrankten HIV-Patienten durchgeführt, die durch die Behandlung mit den Wirkstoffen der Katzenkralle außergewöhnlich positive Ergebnisse im Heilungsprozess aufwiesen. Ebenso sind die entzündungshemmenden Fähigkeiten der Wirkstoffe von großem Interesse für die Pharmazie. Weitere mögliche Behandlungsfelder gehen von Depression bis zur Begleitbehandlung von Chemotherapien. 1994 fand in Genf eine WHO-gesponserte „First International Conference on Cat's Claw“ statt. Hier betonte man, dass es nach der Entdeckung der chininhaltigen Chinarinde im 17. Jahrhundert keine Pflanze des Regenwaldes gab, die derartiges Interesse auf sich gelenkt hat.


[Bild: sabilla.jpg]
Aloa vera o sabilla


Die Aloe vera ist eine vielseitige Heilpflanze, die in Wüstengegenden heimisch ist.


Durch ihre dicken, fleischigen Blätter erinnert die Aloe ein wenig an Kakteen, aber sie ist eine Lilienart, eng verwandt mit dem Affodil.

In ihrer arabischen Heimat ist die Aloe schon seit über 6.000 Jahren als Heilpflanze bekannt.

In Mitteleuropa wird sie schon seit etwa 1930 für Heilzwecke eingesetzt. Zunächst war sie den meisten Menschen hierzulande relativ unbekannt, doch seit Anfang des neuen Jahrtausends boomt die Verwendung der Aloe vera, und man findet sie in zahlreichen Kosmetika, Lebensmitteln und Alltagsprodukten.

Bei der Aloe und ihren Produkten muss man unterscheiden, ob das sanfte Gel oder das drastisch wirkende, gelbliche Harz verwendet wurde. Gel und Harz sind in ihrer Wirkung so unterschiedlich, als würde es sich um zwei verschiedene Heilpflanzen handeln.

Das Gel, das in den Blättern gespeichert wird, hat mannigfaltige Heilwirkungen, vor allem auf die Haut.

Aloe ist eine Pflanze, die uns unglaublich hilft, den Körper zu entgiften, den Stoffwechsel zu entlasten und die Zellen zu vitalisieren.

Für Personen, die unter Arthritis, Osteoarthritis, Osteoporose und anderen Knochen-und Gelenkproblemen leide, ist Aloe auch vorteilhaft, weil es Schmerzen und Entzündungen reduzieren kann, was zu einer erhöhten Beweglichkeit des Körpers führt. .

Aloe Vera Saft zu trinken ist auch für Diabetiker empfohlen. Es hat sich gezeigt, dass der Bluzuckerspiegel deutlich abnimmt, wenn man täglich Aloe zusammen mit anderen Gemüse- und Obstsäften zusammen trinkt.

Ebenso wird es bei Diäten angewandt, denn es hilft ebenso, den Körper zu entschlacken.

Ich selber, mixe mir mit dem Fruchtfleisch der Sabilla, Ananas, Äpfeln und Orangen ein erfrischendes Getränk.

Neben der Regulierung der Blutzuckerspiegel, senkt Aloe den Blutdruck und verbessert die Cholesterinwerte.

Man findet Sabilla Blätter hier auf dem Mark. Diese kosten so um die S/. 1-2 je Blatt.


[Bild: morada.jpg]
Maíz Morado

Ein absolutes Muss, wenn man in Perú ist: Chicha Morada. Ein nicht alkoholisches Getränk, das aus dem lila Mais hegestellt wir. Sehr lecker und sehr gesund. Maíz Morado ist voller Antioxidantien ( Anthocyane), die entzündungshemmend wirken, reich an Vitaminen und Mineralien. Seine Inhaltsstoffe regulieren den Blutdruck und senken den Cholesterinspiegel und unterstützen so die Regeneration des Gewebes.


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