Twitter   Facebook  



Themabewertung:
  • 0 Bewertung(en) - 0 im Durchschnitt
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
Wozu studieren?
#1
Tongue 
[Bild: paraque_zpsw7nlt6co.jpg]

Dieses handwerklich schön ausgeführte Grafitti wurde in Lima aufgenommen.

Das Interessante daran war aber der Text, der neben dem Werk in eine Stahltür eingekratzt und schon recht verblichen und unleserlich war.

Auf Spanisch lautete der Text:
Para que estudiar si ahora las mujeres ensenando las tetas y las nalgas ganan mas que una doctora?

Deutsche Übersetzung: 
Wozu studieren, wenn jetzt die Weiber, die Titten und Hinterteile zeigen, mehr verdienen als eine Ärztin?

Tja...was soll man zu diesem Stoss-Seufzer, der durchaus peruanische Realität widerspiegelt, nur sagen....???
Dodgy
peru4you.de -  Forum Peru mit deutschsprachigen Infos aus erster Hand
Antworten
#2
Nun, im übertragene Sinne gilt dies wohl Weltweit. 
Antworten
#3
Etwas sehr überspitzt und verallgemeintert, jedoch ist der Unmut irgendwo berechtigt. Vorallem darin, dass Ärzte zu wenig verdienen. Da bin ich ganz seiner Meinung.

Doch du sagtest, dass es peruanische Realität wiederspiegelt - in wie fern tut es das? Bin da nicht so bewandet auf dem Gebiet
No es tan fiero el león como lo pintan.
Antworten
#4
(08-02-2015, 21:47 )gringito schrieb: Deutsche Übersetzung: 
Wozu studieren, wenn jetzt die Weiber, die Titten und Hinterteile zeigen, mehr verdienen als eine Ärztin?
die Antwort ist einfach:

..weil man mit schoenen Titten und Hinterteilen nur ein paar Jahre gutes Geld verdienen kann.
Ich weiss zwar nicht, wie es mit den Peruanerinnen ist - aber die Kolumbianerinnen verlieren oft schon mit 22 oder 23 Jahren ihre Attraktivitaet, weil sie, genetisch bedingt, dick und oft regelrecht unfoermig werden.
Ganz schlimm ist es mit den Bruesten. Oft werden die Maedels ja schon mit 16 oder 17 schwanger. Und dann stillen sie auf Teufel komm raus, ein Jahr und laenger. Resultat: wo einmal schoene Brueste waren, sind dann leere Tueten...
Antworten
#5
(16-01-2017, 12:10 )Wege schrieb: Doch du sagtest, dass es peruanische Realität wiederspiegelt - in wie fern tut es das? Bin da nicht so bewandet auf dem Gebiet

Hallo Wege,
Peru ist auch heute noch eine knallharte Ellenbogengesellschaft, in der nicht zählt, was du bist, sondern was du hast.
Und Ersteres ist nicht automtisch ein Garant für letzteres.
Angehende Akademiker in Peru müssen neben der Tatsache, dass ihre Eltern für ihre Ausbildung tief in die Tasche zu greifen haben, sich ihre Sporen genau so mühsam verdienen wie andere Studenten in anderen Lándern auch.
Wie gesagt...mühsam. Das entspricht nicht immer der südlichen Mentalität.
Fast jedes Jahr fliegen im Peruanischen Kongress Mitglieder auf, die sich ihre akademische Karriere ganz oder teilweise zusammengefälscht haben. Aus dem Kongress fliegen sie deswegen noch lange nicht.
Viele Peruner lieben das schnelle Geld.
Warum lange studieren, wenn man es auch anderweitig bekommen kann, wobei legal, halb-legal, illegal oder scheissegal bekannte Abstufungen sind.
So beklagte mein Nachbar, ein Zahnarzt einmal, er könne sich immer noch kein eigenes Haus leisten, während in der Urbanizacion nebenan der Urbanizacions-Chef, der keinerlei Ausbildung hat, aber ein verschlagener Typ ist, mittlerweile Haus Nr. 5 sein eigen nennt.
So meinte ich das ganz grob umrissen mit der peruanischen Realität - und diese gilt selbstverständlich auch analog für Frauen, von denen einige lieber schnell Film-Sternchen in einer Realityshow werden wollen als zu studieren oder eine andere Ausbildung zu absolvieren. 
peru4you.de -  Forum Peru mit deutschsprachigen Infos aus erster Hand
Antworten
#6
(16-01-2017, 15:31 )Martin schrieb:
(08-02-2015, 21:47 )gringito schrieb: Deutsche Übersetzung: 
Wozu studieren, wenn jetzt die Weiber, die Titten und Hinterteile zeigen, mehr verdienen als eine Ärztin?
die Antwort ist einfach:

..weil man mit schoenen Titten und Hinterteilen nur ein paar Jahre gutes Geld verdienen kann.
Ich weiss zwar nicht, wie es mit den Peruanerinnen ist - aber die Kolumbianerinnen verlieren oft schon mit 22 oder 23 Jahren ihre Attraktivitaet, weil sie, genetisch bedingt, dick und oft regelrecht unfoermig werden.
Ganz schlimm ist es mit den Bruesten. Oft werden die Maedels ja schon mit 16 oder 17 schwanger. Und dann stillen sie auf Teufel komm raus, ein Jahr und laenger. Resultat: wo einmal schoene Brueste waren, sind dann leere Tueten...


Vielen Dank, Martin, für diesen anatomisch-genetischen Exkurs zu den kolumbianischen Frauen..., die Du sicherlich detailliert erforscht hast.
Ob diese nicht auch vielleicht gerne studieren würden und dies nur an ihrer desolaten sozialen Situation scheitert, bleibt wohl in Deiner Brust...pardon in Deinem Hirn verborgen.
peru4you.de -  Forum Peru mit deutschsprachigen Infos aus erster Hand
Antworten
#7
(17-01-2017, 00:00 )gringito schrieb: Ob diese nicht auch vielleicht gerne studieren würden und dies nur an ihrer desolaten sozialen Situation scheitert, bleibt wohl in Deiner Brust...pardon in Deinem Hirn verborgen.
Verborgen? Ich kann das gerne aufklaeren: eine mehrjaehrige Novia etwa HAT studiert - und ich habe sie monatlich mit einem Betrag in Hoehe des kolumbianischen Salario Minimo (etwa 230 Euro monatlich) unterstuetzt. Eine andere etwa, die ich mit der gleichen Summe unterstuetzt habe, hat nicht studiert. Das lag nicht daran, dass das Salario Minimo ihr zuwenig gewesen waere. Nein, sie hatte die sonstigen Voraussetzungen nicht.
Gringito, vergiss nicht: mit Geld allein ist es nicht getan. Wenn der IQ nicht stimmt, geht es trotz Geldes nicht.

Um auf die zuerst Erwaehnte zurueckzukommen. Nach Beendigung ihres Studiums (mit meiner Unterstuetzung, raeusper) hat sie haargenau das Richtige getan und sich einen Touristen geschnappt, mit dem sie jetzt gluecklich verheiratet in Kanada lebt. Italien waere ihr lieber gewesen. Aber auch ein kaltes Land wie Kanada tut es, wenn man den richtigen (also einen "reichen") Mann hat.

Ach ja: sie hat ihr erstes Kind gestillt. Das zweite ist unterwegs. Dazu hat sie mir erzaehlt, dass sie, nachdem sie das dann auch gestillt haben wird, sich mit dem Geld ihres Mannes in Medellin (kolumbianische Hochburg der Schoenheitschirurgie) den erforderlichen Operationen, insbesondere also denen der Brueste und der Bauchdecke, unterziehen wird.

Und wieder einmal wird sich dann zeigen, dass mit Geld vieles loesbar ist.
Antworten
#8
(16-01-2017, 23:52 )gringito schrieb:
(16-01-2017, 12:10 )Wege schrieb: Doch du sagtest, dass es peruanische Realität wiederspiegelt - in wie fern tut es das? Bin da nicht so bewandet auf dem Gebiet

Hallo Wege,
Peru ist auch heute noch eine knallharte Ellenbogengesellschaft, in der nicht zählt, was du bist, sondern was du hast.
Und Ersteres ist nicht automtisch ein Garant für letzteres.
Angehende Akademiker in Peru müssen neben der Tatsache, dass ihre Eltern für ihre Ausbildung tief in die Tasche zu greifen haben, sich ihre Sporen genau so mühsam verdienen wie andere Studenten in anderen Lándern auch.
Wie gesagt...mühsam. Das entspricht nicht immer der südlichen Mentalität.
Fast jedes Jahr fliegen im Peruanischen Kongress Mitglieder auf, die sich ihre akademische Karriere ganz oder teilweise zusammengefälscht haben. Aus dem Kongress fliegen sie deswegen noch lange nicht.
Viele Peruner lieben das schnelle Geld.
Warum lange studieren, wenn man es auch anderweitig bekommen kann, wobei legal, halb-legal, illegal oder scheissegal bekannte Abstufungen sind.
So beklagte mein Nachbar, ein Zahnarzt einmal, er könne sich immer noch kein eigenes Haus leisten, während in der Urbanizacion nebenan der Urbanizacions-Chef, der keinerlei Ausbildung hat, aber ein verschlagener Typ ist, mittlerweile Haus Nr. 5 sein eigen nennt.
So meinte ich das ganz grob umrissen mit der peruanischen Realität - und diese gilt selbstverständlich auch analog für Frauen, von denen einige lieber schnell Film-Sternchen in einer Realityshow werden wollen als zu studieren oder eine andere Ausbildung zu absolvieren. 

Nun versteh' ich. :)
Dieses "Prinzip" lässt sich ja auch in westlichen Ländern erkennen. Nur denke ich, dass es sicherlich nicht so stark vorhanden ist wie in Peru. Wenn in Deutschland jährlich Kongressmitglieder auffliegen würden... das würde ein Tohuwabohu herbeirufen. Man hat ja schon einzelne Beispiele die es gab - und das dann noch jährlich... mag ich mir nicht ausmalen.

Danke für die Erläuterung :)

PS: Martin deine Geschichte fand ich auch sehr interessant :)
No es tan fiero el león como lo pintan.
Antworten
#9
Ich finde es auch zweifelhaft wie sich speziell kleine Mädchen und Jungen ihre Vorbilder auf Youtube suchen. Das heißt man muss nicht mal mehr ein talent zum singen / schauspielern haben. Sondern einfach nur Klicks haben. Ob dieses Phänomen bald wieder verfliegt oder ist das tatsächlich das Ding?
Antworten
  




Benutzer, die gerade dieses Thema anschauen: 1 Gast/Gäste